Hygiene-Tipps für den Alltag.

Informationen, Materialien,
Bücher und Arbeitsblätter.

Tipps für Eltern.

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Alltagsmasken
Händewaschen nicht vergessen!

Fakt ist: Hände sind die häufigsten Überträger von Krankheitskeimen

... nach dem Klo
... vor dem Essen
... nach dem Handkontakt mit Tieren (z.B. Füttern)
… nachdem man nach Hause kommt
... vor dem Umgang mit Lebensmitteln

Auf saubere Fingernägel achten!

Merkblatt:    deutsch     türkisch

Hygiene-Tipps für zu Hause

Fakt ist: Privathaushalte sind mit 53 % der häufigste Ausgangsort für epidemiologisch bedeutsame Ausbrüche von Infektionskrankheiten

1. Händewaschen

  • vor dem Essen
  • vor dem Essen zubereiten und ggf. zwischendurch
  • nach der Benutzung der Toilette
  • nach Kontakt mit Tieren
  • wenn man nach Hause kommt

2. Spüllappen und Wischlappen

  • Möglichst täglich wechseln und bei mind. 60 °C waschen.
  • Getrennte Wischlappen für Bad und Küche verwenden.
  • nach Gebrauch Wischlappen, Schwämme und Spüllappen immer gut trocknen
  • Spülbürste in Geschirrspülmaschine reinigen, Schwämme häufig wechseln

3. Regelmäßig lüften

  • insbesondere in Küche, Toilette und Bad sowie Schlafzimmer

4. Lebensmittelhygiene

  • insbesondere bei Verarbeitung von rohem Fleisch, Eiern, Fisch und Geflügel: Schneidebretter, Messer und Kontaktflächen sofort mit heißem Wasser und Reinigungsmittel säubern und mit fließendem Wasser abspülen
  • Reinigung von Ess- und Kochutensilien möglichst in der Spülmaschine bei 60 °C
  • Auf ausreichende Gartemperatur und -zeit im Zentrum des Lebensmittels achten (mindestens 70 °C/2 Minuten oder 65 °C/10 Minuten)
  • Gegarte Lebensmittelreste so schnell wie möglich abkühlen
  • Kühlschranktemperatur zwischen 1 und 5 °C, Gefrierschrank minus 18 °C
  • Verschimmelte Lebensmittel komplett wegwerfen
  • Kühlschrank regelmäßig reinigen


5. Wäschehygiene

  • Waschen bei mind. 60 °C: Unterwäsche, Handtücher, Waschlappen,Küchenhandtücher, Spüllappen, Putzlappen getrennt waschen
  • Die normale Kleidung kann bei niedrigeren Temperaturen gewaschen werden
  • einmal pro Woche Heißwaschgang in der Waschmaschine zum Schutz vor Biofilmbildung

Merkblatt:    deutsch     türkisch

Körperhygiene


Fakt ist: ... In den talgdrüsenreichen Arealen gibt es besonders viele Keime, vor allen dort, wo Haut auf Haut liegt: Achseln, Perineum, Analfalte. Zur Infektionsprävention ist jedoch das Händewaschen die wichtigste Maßnahme.

Körperhygiene für die gesunde Haut

  • Täglich: Gesicht und Intimbereich.
  • Säuglinge und Kleinkinder: Bei Bedarf, ansonsten ist einmal pro Woche baden ausreichend.
  • Grundschulkinder: Bei Bedarf, ansonsten ein- bis zweimal die Woche baden oder duschen.
  • Jugendliche: Pauschalempfehlungen gibt es nicht. Sofern Gesicht, Achseln und Intimbereich täglich gewaschen werden, ist eine Dusche nach dem Sport und ansonsten ca. dreimal die Woche aus hygienischer Sicht normalerweise ausreichend. Wird täglich geduscht, bestehen bei gesunder Haut aber auch keine gesundheitlichen Bedenken. Der Waschvorgang reduziert hauptsächlich sichtbare Verunreinigungen der Haut und Schweißrückstände mit Bakterien und organischen Säuren, die für die Geruchsbildung verantwortlich sind. Duschen schadet der Haut dann, wenn der Anteil der Fettsäuren und der pH-Wert der Haut beeinflusst werden. Es ist daher wichtig, darauf zu achten, dass die jeweils verwendeten Kosmetika und Seifen für die betreffende Person hautverträglich sind. Es kann notwendig sein, rückfettende Pflegeprodukte einzusetzen. Generell sollte man sanft reiben und nicht rubbeln, nicht zu heißes Wasser sowie nur kleine Mengen wenig schäumender Seife/Waschlotion verwenden und nicht zu lange unter der Dusche stehen.
  • Durch das fließende Wasser werden die Bakterien und bakterielle Zersetzungsprodukte weggespült, daher ist es besser, sich zu duschen als sich mit dem Waschlappen zu waschen. Waschlappen und Handtücher (und Unterwäsche!) müssen in jedem Fall bei mindestens 60 °C gewaschen werden.
  • Auf die Füße achten: Fußnägel kurz halten, auf Baumwollsocken und geeignetes Schuhwerk achten; nach dem Waschen Zwischenräume gut abtrocknen.
  • Eincremen: Eine Creme oder Lotion kann bei Spannungsgefühl verwendet werden; sie sollte nicht zu fetthaltig sein.


Körperhygiene bei sehr trockener Haut oder Hauterkrankungen wie Neurodermitis

  • Einzelheiten der Basispflege sollten mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.
  • Antibakterielle Waschlotionen sind für ansonsten gesunde Menschen nicht von Nutzen und sollten nur bei speziellen Indikationen verwendet werden.

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Umgang mit Tieren

Fakt ist: ...Rund 10% aller menschlichen Salmonellen-Erkrankungen, die mit Durchfallserscheinungen einhergehen, sind auf direkten Kontakt mit Salmonellen ausscheidenden Hunden, Katzen und insbesondere Reptilien zurückzuführen.

  • Nach dem Füttern mit der Hand oder Streicheln bzw. Pflegen (z. B. Bürsten):
    - Hände nicht in den Mund nehmen oder an die Augen fassen
    - (vor dem Essen) Hände waschen oder (im Zoo) ggf. für Kinder geeignete Reinigungstücher verwenden.
  • Sich nicht vom Tier über das Gesicht oder über offene Wunden lecken lassen; das Tier nicht küssen.
  • Futter- und Trinknäpfe nach Gebrauch sofort reinigen; Wasser mehrfach täglich wechseln.
  • Kistchen, Käfige, Ställe mit heißem Wasser reinigen und Einmalhandschuhe tragen bzw. unmittelbar danach Hände waschen.
  • Vogelkäfige täglich reinigen; Katzentoilette mindestens alle zwei Tage reinigen.
  • Keine Tiere mit ins Bett nehmen.
  • Katzen- oder Hundedecken einmal pro Monat bei mindestens 60 °C waschen.
  • Kratz- und Bisswunden mit geeignetem Präparat antiseptisch behandeln (z. B. Sprühantiseptikum aus der Apotheke), ggf. zum Arzt gehen.
  • Impfungen für Haustiere nach veterinärmedizinischem Schema durchführen.
  • Haus- und Nutztiere regelmäßig entwurmen.
  • Niemals Tierkadaver ohne Schutzhandschuhe berühren.
  • Niemals kranke Wildtiere zur Pflege mit nach Hause nehmen.
  • Bei Erkrankung des Tieres Tierarzt aufsuchen.


Hinweis: Für immunsupprimierte Kinder und Erwachsene gelten besondere Vorsichtsmaßnahmen bei Kontakt und Pflege von Haus- und Nutztieren; insbesondere sind der Kontakt zu Jungtieren und Reptilien zu vermeiden

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Toiletten-Tipps

Fakt ist: Von der Toilettenbrille geht in der Regel keine Infektionsgefahr aus.

Es gibt kulturspezifische Unterschiede für den Toilettengang. Diese respektieren wir.

  • Erstes Ziel: Wenn man „muss“, dann sollte man möglichst bald, in entspannter Haltung und in Ruhe zur Toilette gehen und nicht den Drang zurückhalten.
  • Der Sitz: Entspannt, aufrecht oder mit leicht nach vorne gebeugtem Oberkörper auf der Toilettenbrille sitzen. Die Füße sollten fest auf dem Boden stehen können, die Beine etwa eine Handbreit auseinander. Für Kinder einen rutschfesten Hocker bereithalten, auf den sie die Füße im rechten Winkel abstellen können.
  • Unterhose am besten bis unter die Knie herunterziehen.
  • Nicht auf dem Spülrand oder der Toilettenbrille stehen oder hocken!
  • Für Jungs und Männer: Entspannt sitzen oder Pinkeln im Stehen – beides ist möglich. Dafür gibt es in manchen Kulturen feste Regeln.
  • Zielen lernen kann man beispielsweise, indem man ein Stück Toilettenpapier in die Toilette als Ziel vorgibt. Extra-Tipp: Wasser lassen (pinkeln) im Sitzen hat den Vorteil, dass man einen ggf. auftretenden Stuhldrang nicht hinauszögern muss.
  • Toilettentraining für Kleinkinder nicht zu früh beginnen. Der richtige Zeitpunkt ist nicht bei jedem Kind gleich und liegt etwa bei zweieinhalb bis drei Jahren.
  • Toilettenpapierhalter so anbringen, dass er leicht erreichbar ist und das Papier leicht abreißbar ist.
  • Mindestens dreilagiges, weiches Toilettenpapier verwenden, das nicht gleich durchfeuchtet. Dasselbe Stück Toilettenpapier nicht falten, um es zum Nachputzen nochmal zu verwenden. Nicht zu stark reiben, eher trockentupfen.
  • Mädchen und Frauen: Grundsätzlich von vorne nach hinten abwischen.
  • und Männer: Penis etwas schütteln und evtl. mit Toilettenpapier abtupfen.
  • Toilettenpapier nach der Benutzung in die Toilette werfen.
  • Feuchttücher nur im Ausnahmefall verwenden, da Kontaminations- und Allergierisiken nicht auszuschließen sind. Nicht in die Toilette werfen.
  • Erst Toilettendeckel schließen, dann Spülung betätigen, um Aerosole zu vermeiden.
  • Hände mit Seife waschen, gut abspülen und gründlich abtrocknen.

Merkblatt:
Deutsch (Fassung 2020)
Türkisch (Fassung 2007)
Arabisch (Fassung 2016)
Farsi (Fassung 2016)

Die Technik des Händewaschens

Die „WSWA-Regel“: Erst W-asser, dann S-eife, dann wieder W-asser, dann A-btrocknen

Fakt ist: Wasser alleine genügt nicht!

1. Hände mit Wasser anfeuchten

  • lauwarmes oder kaltes Wasser verwenden
  • Wasser laufen lassen, sofern keine bedienungsfreien Armaturen vorhanden sind

2. Flüssigseife dazugeben

3. Hände gut einschäumen

  • sanft reiben, nicht rubbeln
  • besonders auf Fingerspitzen, Fingerzwischenräume, die Handinnenseiten und Daumen achten
  • Dauer des Einreibens mindestens 20 s

4. Hände unter fließendem Wasser gut abspülen

  • alle Seifenreste entfernen

5. Wasserhahn schließen

  • in öffentlichen Toiletten bzw. bei erhöhter Infektionsgefahr wenn möglich zum Schließen Wasserhahn mit einem Einmalpapierhandtuch anfassen, sofern keine bedienungsfreien Armaturen installiert sind

6. Hände abtrocknen

  • personenbezogene Handtücher verwenden oder
  • (in Gemeinschaftseinrichtungen): Stoffhandtuchspender oder Papier

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Hygiene-Tipps für‘s kranke Kind zu Hause

Fakt ist: Privathaushalte sind mit 53 % der häufigste Ausgangsort für
epidemiologisch bedeutsame Ausbrüche von Infektionskrankheiten.

Kinder unter 6 Jahren dürfen nicht in den Kindergarten, wenn sie einen Magen-Darm-Infekt mit Durchfall haben.
Generell dürfen Kinder nicht in den Kindergarten oder die Schule geschickt werden, wenn sie eine ansteckende, meldepflichtige Krankheit haben, denn sonst können schnell auch andere Personen krank werden.

Das Wichtigste in Kürze: Tipps für Eltern, was zu tun ist, wenn ihr Kindergarten- oder Schulkind eine Infektionskrankheit hat.

Tipps zu Hygienemaßnahmen zur Pflege kranker Kinder sowie ein paar organisatorische Hinweise für berufstätige Eltern finden Sie in unserem ausführlichen Merkblatt.

Das sollte Ihr Kind wissen, wenn es eine Magen-Darm-Infektion oder eine schwere Erkältung bzw. Grippe hat: Wenn ich krank bin, bleib ich lieber zu Hause.

Hygienetipps für's Pausenbrot

Fakt ist: Kinder können aufgrund ihres Stoffwechsels lange Zeitspannen zwischen den Mahlzeiten nicht so gut überbrücken wie Erwachsene. Geeignete Zwischenmahlzeiten und Trinkpausen sind daher besonders wichtig.

Ganz wichtig:
Kinder unbedingt fragen, was sie mitnehmen möchten, sonst essen sie ihre Brote nicht oder tauschen sie gegen andere.

Zubereitung/Portionierung von mitgebrachtem Essen

  • Empfehlenswert ist eine Kombination aus Getränk, Obst oder Gemüse, Milchprodukt und Brot (oder anderes Getreideprodukt).
  • Eine Aufteilung in kleine Portionen ist sinnvoll, weil in der Regel wenig Zeit zum Essen bleibt.

Auswahl von geeigneten Lebensmitteln unter hygienischen Gesichtspunkten

  • Obst (z. B. Äpfel, Birnen) und Gemüse (Möhren, Paprika, Kirschtomaten, Salatgurke in Scheiben) unter fließendem Wasser waschen. Möhren und Salatgurke schälen.- Brotbelag: Dauerwurst (Salami), Käse (außer Rohmilchkäse).
  • „Nachtisch“: Nutella, Erdnussbutter (sofern es keine Allergie- oder Gewichtsprobleme gibt).
  • Reiswaffeln, Knäckebrot, Cracker, Grissini, ungezuckerte Müsliriegel, Fruchtschnitten.
  • Finger-Food: Nüsse, „Studentenfutter“, getrocknete Bananen- oder Apfelchips, ungeschwefelte Trockenfrüchte.
  • Frischmilchprodukte (z. B. Joghurt, Quarkspeisen, Frischkäsebrote u. ä.) bereits in der ersten Pause essen!
  • Auf Rohmilchprodukte (Verpackungsaufschrift beachten) sowie Roh- und Streichwurst (z. B. Mettwurst, Teewurst) und Geflügelfrischwurst (Fleischwurst, Mortadella) eher verzichten. ...

Merkblatt:    deutsch